Länger gut in Form

Neumünster. Der beste Anzug gerät aus der Form und wirkt unansehnlich, wird er nicht von Zeit zu Zeit gepflegt. Beherzigt der Träger aber ein paar „Benimmregeln“, bleiben Jackett und Hose lange „gut in Schuss”. Hier gibt Thomas Bruckert, Anzug-Experte bei Nortex, ein paar Tipps:

„Beim Anzug-Kauf gilt grundsätzlich ‚Je mehr Geld eingesetzt wird, desto anspruchsvoller ist der Anzug auch in der Pflege‘“, sagt Bruckert. Nach einer Festlichkeit verschwindet nicht selbstverständlich jede Falte von selbst, weiß der Fachmann.

Der Sommer ist da – wer dann etwa bei einem Gartenfest durch die lauwarme Nacht tanzt, dem kann es passieren, dass am nächsten Morgen der schöne Anzug plötzlich knitterig aussieht. Was tun? „Das passiert insbesondere an Knie- oder Armbeugen, auch am Rücken und am vorderen Teil der Anzughose kann es zu Faltenbildung kommen“, sagt Bruckert.

Diese sollte vorsichtig ausgedämpft werden. Tipp: Die Dusche warm oder heiß laufen lassen, den Stoff außerhalb des fließenden Wassers in den Dampf hängen. Das funktioniert auch auf Reisen im Hotelzimmer, wenn der Anzug etwas „geknickt“ aus dem Koffer ausgepackt wird.

Ein anderes Problem wird ebenfalls meist erst am Morgen nach der Feierlichkeit wahrgenommen: Der Anzug riecht nach Tabakrauch, eventuell auch nach dem deftigen Essen vom Buffet. Hier rät der Nortex-Experte, nicht sofort zur erstbesten Reinigung zu fahren. Obgleich dort heute meist weniger reizende Chemiestoffe zum Einsatz kommen als früher, säubert jeder Waschvorgang den Anzugstoff nicht nur, sondern nimmt ihm auch stets ein wenig von seiner ursprünglichen Struktur. „Lüften Sie den Anzug erst einmal“, so Bruckert. Und warnt, falls doch einmal eine gründliche Wäsche nötig ist: „Geben Sie den Anzug nur in eine Reinigung ihres Vertrauens!“