Urlauber-Welle im echten Norden

Seit dem 18. Mai stehen hierzulande manche Telefone nicht mehr still. Ab dem Tag hatte das Land Schleswig-Holstein Urlaubsreisen wieder erlaubt: Jetzt werden Anbieter von Ferienwohnungen, Hotelunterkünften und  Campingplätzen an vielen Orten zwischen Nord- und Ostsee mit Anfragen überhäuft.

Schleswig-Holstein. Aktuell, so die Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein GmbH (TA.SH), sei die Buchungslage „gut bis sehr gut“: Auch für den Sommer und Herbst steigen demnach die Anfragen für Urlaub in Schleswig-Holstein wieder deutlich an – die Menschen freuen sich darauf, endlich wieder in den echten Norden reisen zu können.

Anhand der TA.SH-Informationen lässt sich ein klarer „Trend zur Küste“ ausmachen: Orte und Regionen wie beispielsweise Föhr, Grömitz oder Hohwachter Bucht sind teils bereits ausgelastet und verzeichnen schon jetzt viele Anfragen für die kommenden Monate. Im Binnenland und in Husum könnte die Nachfrage aber noch steigen: Dort habe die Buchungslage das Vorjahresniveau häufig noch nicht erreicht.

Statt Ausland nun Ferien am Meer

Aktiv auf dem Wasser am BVCD-SH-Campingplatz Naturcamping Spitzenort. Foto: NORDNORDWEST/Thorsten Bosse

Als „im Großen und Ganzen ausgebucht“ hat Gert Petzold, Landesvorsitzender des Verbands für Camping- und Wohnmobiltourismus, dem NDR gegenüber die Lage auf dem Campingplätzen zwischen Nord- und Ostsee beschrieben. Der Grund: Erst ab 15. Juni will der nördliche Nachbar Dänemark seine Grenzen für Touristen wieder öffnen, auch anderswo sind Ferien im Ausland bisher nicht möglich – so haben viele Gäste umgeplant und verbringen nun hierzulande ihre Ferien.

Gemeinschaftsräume bleiben geschlossen

Wie für andere Anbieter auch gelten auf den Campingplätzen bestimmte Auflagen: So bleiben Gemeinschaftsduschen und alle weiteren Gemeinschaftsräume vorerst weiter geschlossen – mit Ausnahme der Toiletten. Doch laut NDR haben sich manche Betreiber pfiffige Lösungen überlegt, um ihren Gästen dennoch einen gewissen Komfort zu bieten: So können etwa Familien private Duschkabinen mieten, die dann allein für sie reserviert sind. Weiterhin gilt ansonsten der Mindest-Abstand und die Masken-Tragepflicht, beispielsweise in Kiosken und kleinen Geschäften am Ferienort.

Sonnenaufgang am Kellersee über dem BVCD-SH-Campingplatz Naturpark-Camping Prinzenholz. Foto: NORDNORDWEST/Thorsten Bosse

Zwischen Nord- und Ostsee gibt es Petzold zufolge rund 270 Campingplätze mit insgesamt etwa 60.000 Standplätzen. Viele davon seien derzeit gebucht. Für Tagestouristen hingegen gibt es ein Verbot, einige bestimmte, besonders stark frequentierte Orte zu betreten – es gilt an Feiertagen und -Wochenenden wie aktuell Pfingsten etwa für St. Peter-Ording, Büsum,  die nordfriesischen Inseln und viele Halligen.

Der Sommer kann kommen

Auch in den kommenden Sommermonaten seien viele Campingplätze bereits gut ausgebucht, heißt es vom Camping-Verband. Freie Unterkünfte bieten laut TA.SH insbesondere noch Jugendherbergen: Sie seien vor allem im Juni noch gut buchbar – „auch an sehr attraktiven Standorten wie in direkter Strandlage oder an den Seen im Land, da die seit Langem ausgebuchten Kapazitäten durch die Absagen der Klassenfahrten freigeworden sind.“

Kleiner Tipp: Wer auf dem Weg an den Ferienort durch die Landesmitte fährt, kann im Modehaus Nortex in Neumünster hochwertige Bade- und Freizeitmode wie etwa Poloshirts und leichte sommerliche Hosen einkaufen. Natürlich sind auch alle anderen Gäste herzlich willkommen, das Sortiment mit mehr als 240 Modemarken zu entdecken! Ab Dienstag, 2. Juni ist das Geschäft werktags von 9 bis 19 Uhr geöffnet. Mehr Infos gibt es auf www.nortex.de sowie unter Telefon 04321-87000.