Pack‘ die Badehose ein…

Kiel. Bald ist es soweit: Am 1. Juni beginnt ganz offiziell die Badesaison in Schleswig-Holstein!

Dann zieht es viele Menschen, Einheimische wie Urlaubsgäste, ans hoffentlich sommerlich-warme Wasser. Manche schwimmen, manche baden oder planschen auch nur ein wenig mit den Füßen. Das geht an so bekannten Orten wie St.-Peter-Ording, Sylt oder Timmendorfer Strand wunderbar – doch es gibt auch weniger bekannte Badeplätze, an denen sich gut erholen können. Hier ein paar Tipps.

Geschützter Strand am Meer – ideal für Familien

Sicherlich ist Büsum vielen bekannt – der kleine Fischerort hat sich seit Jahren zu einer echten Perle am Watt vor der Küste Dithmarschens entwickelt und soll, nach St.-Peter-Ording und Westerland, die drittgrößte Zahl an Übernachtungen im echten Norden haben.

An der Familienlagune lockt 2019 ein Drachenfestival Jung und Alt an den Strand. Foto: rüh

Die Familienlagune ist  vor wenigen Jahren hinzugekommen: eine künstlich aufgeschüttete Sandinsel, die durch einen Steindamm und Brücken mit dem Festland verbunden ist. Dort können Familien mit Kindern auf der Binnenseite herrlich geschützt im Sand und an Spielgeräten spielen, während auf der Seeseite ausgedehnte Wattwanderungen und das Schwimmen im Meer möglich sind. (www.buseum.de)

Malerische Steilküste an der Schlei

Die Schlei ist ein Meeresarm, der von Maasholm und Kappeln an der Ostsee bis ins mehr als 40 Kilometer westlich gelegene Schleswig führt. Durch zahlreiche Zuflüsse versüßt das eigentlich salzige Wasser desto mehr, je weiter ins Landesinnere man badet.

Dazu bieten sich viele Plätze an – nicht zuletzt die malerische Kulisse von Strand und Steilufer in Weseby, das an der „Großen Breite“ gegenüber des Internats Louisenlund liegt. Der Strand dort fällt sehr langsam ab, sodass Badende weit in den Fjord waten können, bis das Wasser tiefer wird. (www.ostseefjordschlei.de/)

Mehr als 900 Kilometer Küste, über 250 Seen

Insgesamt hat das „Land zwischen den Meeren“ eine rund 920 Kilometer lange Küste und bietet dabei als einziges deutsches Bundesland Badestellen an Nord- und Ostsee – insbesondere auch am Strand der Ekcernförder Bucht zwischen Schleswig und Kiel. Doch auch im Landesinneren lockt das kühle Nass: hier gibt es rund 250 Seen, hinzu kommen etliche mal kleinere, mal größere Bäche und Flüsse.

Baden mit Kindern oder auch das sportliche Schwimmen geht hier besonders gut – das Wasser ist oft kristallklar, Wind und Wellen nie so kräftig wie am Meer, Uferbäume spenden Schatten. Wie etwa im Westensee zwischen Kiel und Rendsburg: Hier laden gleich fünf Badestellen, mal mit, mal ohne Steg samt Badeleiter. An vier Plätzen stehen sanitäre Anlagen zur Verfügung. (www.tourismus-naturpark-westensee.de)

Wasserqualität wird regelmäßig geprüft

Auch an und in der Eider lässt es sich an mehreren Orten wunderbar baden. Der Fluss war bis zum Bau des Nord-Ostsee-Kanals mit 188 Kilometern der längste in Schleswig-Holstein; er entspringt südlich von Kiel und mündet bei Tönning in die Nordsee. Zugleich galt er jahrhundertelang als südliche Grenze Dänemarks. Heute fließt die Eider mitten durchs Land; an der Badestelle südlich des Dorfs Drage kann man darin schwimmen, inklusive Spiel- und Parkplatz, Kanuanlegestelle und sanitären Anlagen.

Das Land Schleswig-Holstein will allen Badenden eine gute Wasserqualität an den Badestellen bieten – und bei Gefahr vor dem Schwimmen warnen. Jedes Jahr aufs Neue wird deshalb ab Saisonbeginn und bis zu deren Ende am 15. September an Schleswig-Holsteins Badeplätzen die Qualität des Wassers gemessen: Wie hoch sind etwa der Bakterien- und Algengehalt?

Die Ergebnisse der Tests werden laufend im Internet auf www.schleswig-holstein.de unter dem Suchwort „Badegewässer“ veröffentlicht – auf dem Portal sind auch ein Badestellenfinder samt entsprechender Karte verfügbar.